Eine Reise in die dunkle Vergangenheit

Am 30. Juni machten wir uns mit Herrn Kobras und der GTB-Mitarbeiterin Judith Meermann auf in eine Reise in eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte: in die Gedenkstätte des Konzentrationslagers in Flossenbürg, in dem die Nationalsozialisten über 30.000 von insgesamt etwa 100.000 Gefangenen durch Zwangsarbeit, Folter und Krankheit getötet haben.

Nach der etwa zweistündigen Fahrt wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und von zwei Rundgangsleiterinnen durch die Gedenkstätte geführt. So schauten wir uns unter anderem einen alten Duschraum an, in dem die Gefangenen abwechselnd mit kochend heißem und eiskaltem Wasser von den Aufsehern abgespritzt wurden, um sie zu quälen. Auch der Friedhof für die Opfer der so genannten Todesmärsche wurde begutachtet. Einige von uns waren zwar ein bisschen enttäuscht, da nur noch wenige Gebäude von früher auch heute noch vorhanden waren, beispielsweise die Wäscherei und die Kantine. Allerdings ist es auch sehr schwierig, die Enge und die Grausamkeit der Baracken, in denen statt wie geplant 300 Personen über 1500 eingesperrt waren, auch heute noch darzustellen. Und eigentlich will das auch keiner mehr sehen. Trotzdem haben uns zahlreiche Schautafeln, Ausstellungsstücke und die ausführlichen Erklärungen der Rundgangsleiterin einen anschaulichen Eindruck gegeben, wie groß das Leid der Gefangenen in Flossenbürg gewesen sein musste. Auch die Ausstellung über Einzelschicksale war sehr interessant, da man dort ein bisschen mehr über die Gefangenen und ihr Leben erfahren konnte. Am beeindruckendsten war aber wohl zum Abschluss des Rundgangs das Krematorium, in dem die Nazis die Leichen ihrer Gefangenen rund um die Uhr verbrannten.

Insgesamt war es ein interessanter und sehr lehrreicher Tag, an dessen Ende uns allen klar war, dass man auch heute noch an die schlimmen Taten der Nationalsozialisten erinnern muss, damit so etwas nie wieder passiert.

10. Klasse + Hr. Kobras