„Gelebtes Herzensanliegen“ – Mädchenrealschule Abenberg erreicht unter den 46 mittelfränkischen Realschulen erneut Spitzenplatzierung in der Kategorie „Außerunterrichtliche Aktivitäten“

Am 05.12.2017 wurde der Mädchenrealschule Abenberg durch den Ministerialbeauftragten der mittelfränkischen Realschulen, Johann Seitz, in einer Feierstunde die Urkunde für den 3. Platz des Schulwettbewerbs in der Kategorie Außerschulisches Engagement überreicht.

Nach einem kurzen Klavierstück durch die Musiklehrkraft Barbara Weidler begrüßte die Schulleiterin Doris Hengster zunächst Johann Seitz, Ministerialbeauftragter der mittelfränkischen Realschulen, des Weiteren als Ehrengäste Bürgermeister Werner Bäuerlein, die Leiterin des Seniorenzentrums St. Joseph, Ursula Reichmann, Mitglieder des Elternbeirats und einige Ordensschwestern.

Besonders stolz zeigte sich Hengster über das hohe Engagement der Lehrkräfte und Schülerinnen ihrer Schule. Die außerschulischen Aktivitäten seien nicht nur Bildungs- und Erziehungsauftrag, sie dienen auch der Werteerziehung, der Pflege von kulturellem Leben, der Mitgestaltung der Umwelt und dem Leben von Religion. Des Weiteren erwerben die Schülerinnen durch ihren außerschulischen Einsatz soziale Kompetenz und werden in ihrem Verantwortungsbewusstsein gestärkt.

Diese Aufzählung sei noch lange nicht abschließend, so Hengster weiter, sondern verdeutliche an ein paar wenigen Beispielen, in welcher Hinsicht die Begeisterungsfähigkeit der Schülerinnen geweckt werden könne. Die außerunterrichtlichen Aktivitäten seien kein zwangsweises Produkt aus dem Lehrplan, sondern ein gelebtes Herzensanliegen der Schule.

Der Ministerialbeauftrage der Mittelfränkischen Realschulen Seitz betonte, dass der MRS Abenberg diese Ehre bereits zum fünften Mal zuteilwird: In den Jahren 1999, 2002, 2008 und 2011 erhielt die kleinste Realschule Mittelfrankens bereits einen der ersten drei Plätze. Dies sei vor allem am guten Klima der starken Schulgemeinschaft in Abenberg spürbar, welches die hohe Qualität der Schule ausmache. Der Preis wird jährlich nur an drei von 46 Realschulen im Regierungsbezirk Mittelfranken verliehen. Seitz zitierte zudem Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, der ebenfalls voll des Lobes für die Mädchenrealschule Abenberg war: In nahezu allen Teilbereichen, seien es Exkursionen im Unterricht, Aktionen wie gesundes Kochen, der Schultriathlon und die bewegte Pause, viele Titel in Wettbewerben wie dem Lesewettbewerb, dem Lyrikwettbewerb oder dem Kunstwettbewerb oder dem seit Jahren bestehenden Besuchsdienst im benachbarten Seniorenzentrum, habe sich die Schule positiv hervor getan und somit zurecht diese Ehrung verdient. Auch wies Johann Seitz auf weitergehende Aktivitäten wie das Projekt „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ hin, das auch in Zukunft Bestand haben soll.

Der Ministerialbeauftrage überreichte anschließend der Schulleitung und der ersten Schülersprecherin Mara Hertle die besondere Auszeichnung in Form einer Urkunde. Die Schülersprecherinnen Mara Hertle, Paula Luschka und Katharina Scheuerlein zeigten in ihren kurzen Redebeitrag anhand von freiwilligen Zusatzfächern wie z. B. der Kunst- und Musical AG, den Instrumentalunterricht, den Wahlunterricht Kochen exemplarisch außerunterrichtliche Aktivitäten der Schule auf.

Darüber hinaus gehen von Seiten der SMV Spenden an diverse Hilfsorganisationen und sie unterstützt ebenso durch Spenden Ordensschwestern in Brasilien und Tansania. Seit Jahren engagiert sich die MRS für Bedürftige mittels der Teilnahme an der Spendenaktion „Jeder Bürger 1.- Euro.“

Die Schülerinnen betonten, dass durch all diese Aktionen, die bereits eine lange Tradition an der Schule haben, der respektvolle Umgang mit anderen Generationen und Kulturen erlernt wird und bedankten sich recht herzlich, dass ihre Schule erneut diese besondere Auszeichnung entgegennehmen durfte.

Der Abenberger Bürgermeister Werner Bäuerlein sprach ebenfalls lobende Worte und überreichte eine Spende für die Schulgemeinschaft. Die Elternbeiratsvorsitzende Frau Hemmerich würdigte besonders die Lehrerin Frau Weidler, die neben der musikalischen Verantwortung auch Instrumentalunterricht gibt und die Musical-AG leitet. Sie bekam als Dank für ihre Arbeit einen neuen Klavierhocker überreicht.

Auch die Leiterin des Seniorenzentrums St. Joseph in Abenberg, Frau Ursula Reichmann, sprach zu den Anwesenden und maß dem Besuchsdienst der Siebtklässlerinnen, den es seit vielen Jahren gibt, einen hohen Stellenwert bei. Hierbei besuchen die Schülerinnen jede Woche einzelne Senioren und verkürzen durch Gesellschaftsspiele den Alltag, lesen oder erzählen. Reichmann betonte, dass gerade eine solche außerunterrichtliche Aktivität das Leben der Senioren bereichere und dass diese Zuwendung eines der schönsten Geschenke sei, die man als junger Mensch machen könne.

Abgerundet wurde die Veranstaltung mit einer musikalischen Darbietung der 6. Klasse.

Die Schulleitung schloss die Feierstunde, indem sie allen Gästen für ihr Erscheinen dankte, Worte der Anerkennung den Lehrkräften, Erzieherinnen, dem gesamten Hauspersonal und den Schülerinnen aussprach und hervorhob, dass Identifikation mit der Schule der Schlüssel für eine erfolgreiche und engagierte Schule sei. Im Anschluss an die Feierlichkeit waren die Gäste zu einem Imbiss geladen.

Fr. Schwerdt