Exkursion in die KZ-Gedenkstätte nach Flossenbürg

Wir, die 10.Klasse, fuhren am Mittwoch den 04.07.2018 mit unserer Geschichtslehrerin Frau Schwerdt ins Konzentrationslager nach Flossenbürg. Der Tag begann um 8:10 Uhr, als wir von unserem Bus abgeholt wurden. Nach einer zweistündigen Fahrt kamen wir in Flossenbürg an.

Unsere Klasse wurde dann vor Ort in zwei Gruppen aufgeteilt, um die Informationen besser aufnehmen zu können.

  

Jede Gruppe bekam eine Rundgangsbegleiterin. Die Gruppenleiterinnen waren sehr nett und gaben uns viele Informationen über das Konzentrationslager in Flossenbürg. So erfuhren wir beispielsweise, dass es dieses Lager, was nur für Jungen ab 8 Jahren und Männer war, erst ab 1938 gab und es zwei Jahre dauerte, bis die ersten Juden ins Lager kamen; hauptsächlich kamen deutsche Asoziale, Sinti und Roma und Homosexuelle. Das Lager war ein Arbeitslager und die Häftlinge mussten im 300m entfernten Steinbruch täglich 14 Stunden arbeiten. Außerdem wurden wir über die politische Lage der damaligen Zeit aufgeklärt. Wir erfuhren, wie die Häftlinge behandelt und gefoltert wurden. Sie wurden nicht wie Menschen behandelt, hatten keine Rechte, keine Familie und waren auf sich selbst gestellt. Bei der Ankunft wurden die Häftlinge zunächst vor das Tor gebracht. Dort war ein Schild angebracht mit der Aufschrift: „Arbeit macht frei!“. Diese Wörter sollten den Häftlingen „Mut geben“, nach harter Arbeit wieder entlassen und in die Freiheit zu kommen. Die Realität sah jedoch anders aus, da nur 0,2 % von den Häftlingen wieder freikamen, alle anderen starben. Die zynische Parole verhöhnte also in Wirklichkeit die Häftlinge.

Nach der Ankunft im Lager wurden sie ausgezogen, rasiert, geduscht und desinfiziert, da man nicht wollte, dass die neuen Häftlinge die verschiedensten Krankheiten in das Konzentrationslager schleppten. Pro Baracke, die für 300 Menschen konzipiert war, waren bis zu 3000 Menschen eingepfercht. Dies bedeutete bei Anwesenheit aller, dass man nur aufrecht aneinander gepresst stehen konnte. Die hygienischen Zustände waren furchtbar. Jeder der Häftlinge kämpfte jeden Tag aufs Neue ums Überleben. Die Häftlinge hatten nur eine Garnitur Kleidung, die sie sowohl im Sommer als auch im bis zu -40 Grad kalten Winter tragen mussten, dazu Holschuhe, keine Unterwäsche, keine Socken.

Der Zaun, welcher um dieses Lager war, hatte so starken Strom, dass man beim Berühren des Zaunes sofort starb.

Es war wirklich berührend und sehr erschütternd, alle Details zu erfahren. Wir traten um 13:00 Uhr die Rückreise an und kamen um 15 Uhr in Abenberg an. Insgesamt lässt sich sagen, dass es ein informativer Ausflug war, da wir uns durch die Zeitzeugenvideos und das Besichtigen des Geländes die Umstände besser vorstellen konnten.

 

L. Plass, K. Hättig