Am 09.01.2019 haben wir, die Klassen 9a und 9b, eine Geschichtsexkursion mit unserer Lehrerin Frau Schwerdt nach Ingolstadt ins Bayerische Armeemuseum gemacht. Nachdem jeweils beide Klassen eine Rundgangsbegleitung bekommen hatten, ging es auch schon los. Inhalt unserer Führung waren „Propaganda und Materialschlacht“.

Zuerst wurden wir zu einem großen Gemälde geführt, auf dem Kaiser Wilhelm I. und Bismarck zu sehen waren, die vom Volk bejubelt wurden. Es zeigte den Sieg über Frankreich im Jahre 1871 und symbolisiert den schwelenden Konflikt zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich.

Danach wurden uns die technischen Entwicklungen und Neuerungen der damaligen Zeit vorgestellt, unter anderem die Veränderung der gesamten Waffen.

Mit einem kurzen Schwarzweißfilm über den Ersten Weltkrieg stiegen wir richtig ins Thema ein.

Unsere Rundgangsbegleiterin erzählte uns, dass ein Frontsoldat insgesamt 20 kg mit sich tragen musste. Damit wir uns besser vorstellen konnten, wie schwer das ist, durften wir einen 20 kg- Rucksack heben.

In einem weiteren Film wurde uns die Methode des Schlieffenplans veranschaulicht. Dadurch konnten wir uns das Vorrücken der Soldaten im Krieg besser vorstellen.

Außerdem wurde uns gezeigt, wie Granatsplitter und Bleikugeln aussahen und wir durften diese in die Hand nehmen.

Wir besichtigten noch einen Raum, in dem ein Schützengraben nachgebaut wurde. Es war ganz dunkel und der Schützengraben war originalgetreu nachgebildet. Es war bedrohlich und zugleich ungemütlich und eng und man konnte sich richtig gut in die Lage der Soldaten an der Front hineinversetzen.

Im nächsten Raum war am Boden eine Karte abgebildet, auf der zu sehen war, wie nah die Schützengräben von Deutschland und Frankreich/England voneinander entfernt waren.

Wir durften einen Soldatenhelm aufsetzen und uns wurde erklärt, wie er eingesetzt wurde.

Anschließend wurde uns von der Lebensmittelknappheit ab 1916 berichtet. Wir können es uns immer noch nicht vorstellen, wie viele Menschen wegen Hunger sterben mussten.

In einem der letzten Räume waren Tagebuchaufzeichnungen eines Ingolstädter Soldaten ausgestellt. In seinen Zeichnungen war der Alltag der Soldaten im Krieg aufgezeichnet, zum Beispiel wie sie im Schützengraben zur Toilette gingen oder sich wuschen.

Die Verletzungen der Soldaten waren für die Ärzte neues Gebiet, denn durch die modernen Waffen waren Verstümmelungen an der Tagesordnung. Das „Rote Kreuz“ spielte deshalb im Ersten Weltkrieg eine sehr wichtige Rolle, da jeder Verletzte aufgenommen und behandelt wurde, egal ob Freund oder Feind. Unter dem Dach des „Roten Kreuzes“ herrschte Frieden!

Abschließend sahen wir einen Film, in dem über das Ende des Krieges 1918 berichtet wurde.

Diese Exkursion war für uns eine wichtige Erfahrung und eine tolle Ergänzung zum Geschichtsunterricht.

M. Dasbeck und N. Müller, 9a