Am 04.07.2019 machten wir, die 10. Klasse der Mädchenrealschule Abenberg, eine Exkursion in eines der ersten Konzentrationslager nach Dachau. Die heutige Gedenkstätte bestand als KZ insgesamt 12 Jahre und war somit eines der ältesten Arbeitslager. Es entstand 1933, kurz nach der Machtergreifung Hitlers und bestand bis zum Ende des 2. Weltkrieges im Jahre 1945. Unter einer eindrucksvollen Führung wurde den Schülerinnen die grausame Zeit des Nationalsozialismus nachvollziehbar nähergebracht. Der Rundgangsbegleiter führte uns zuerst auf den Appellplatz, der sehr groß war und auf dem sich alle Häftlinge nach Wimpelfarbe geordnet aufstellen mussten, um durchgezählt zu werden, was jeweils morgens, teilweise mittags und abends stattfand. Jede Wimpelfarbe hatte ihre Bedeutung. Damit wurden die Insassen nach „Vergehen“ eingeordnet beispielsweise für Homosexualität, Juden oder für Berufsverbrecher. Danach wurden die Schülerinnen in einen Raum geführt, der als Waschraum diente, wobei dann viel über die mangelden hygienischen Möglichkeiten im Lager berichtet wurde. Des Weiteren wurden uns die gängigen Strafen näher gebracht, welche sich unterteilten in die Prügelstrafe und das „Pfahlbinden“, bei dem den Häftlingen die Arme nach hinten und oben gebunden wurden und eine Auskugelung der Schultergelenke zur Folge hatte. Strafen wurden oft willkürlich und im zu hohen Maße verhängt und durchgeführt. Danach zeigte der Referent der 10. Klasse ein weiteres Gebäude, was als eine Art Gefängnis diente. Daneben befand sich ein Platz, der ziemlich abgeschottet war, weil da sehr viele Menschen erschossen wurden und die anderen Häftlinge dies nicht mitbekommen sollten. Zudem wurde den Mädchen gezeigt, wie die Menschen dort unter grausamen Umständen leben, arbeiten und schlafen mussten. Nach einem kurzen Weg zwischen den zahlreichen Baracken hindurch, zeigte der Rundgangsbegleiter den Schülerinnen noch eine Gaskammer mit den dazugehörigen Verbrennungsöfen. Die Gaskammer wurde aber niemals in Betrieb genommen wurden. Nach einer weiteren eindrucksvollen Erklärung war die gut 2,5 Stunden andauernde Führung beendet und die 10. Klasse machte sich auf den Heimweg. Alles in allem lässt sich sagen, dass es für uns Schülerinnen eine bewegende, eindrucksvolle und nachdenklich stimmende Erfahrung war.