Im Vorfeld des diesjährigen Skilagers der beiden 6. und der 7. Klasse der MRS Abenberg wurde mehrfach die Schneelage überprüft. Hatte der warme Winter doch kaum Schnee gebracht. Aber die Webcam der Berge in der Wildschönau ließ die Vorfreude steigen, denn es hatte in den Tagen vor der Abfahrt Neuschnee gegeben.

So machten sich die Mädchen mit Lehrern und Skilehrerteam im Doppeldeckerbus auf in die Wildschönau und wurden trotz frühlingshafter Temperaturen von der Schneemenge auf den Pisten nicht enttäuscht. Nach einer herzlichen Begrüßung der Familie Thaler im Gasthof Schöntal wurden sofort die Zimmer in Beschlag genommen, bevor es nach einer kleinen Pause für die Anfänger zu ihrer ersten Skibegegnung ging. Die ersten Skierfahrungen wurden auf Langlaufskiern zurückgelegt, sodass jede mit einem positiven Skigefühl in die Woche starten konnte. Währenddessen machten die bereits fortgeschrittenen Skifahrerinnen eine kleine Wanderung, bei der sie die Gegend erkunden konnten. Zurück in der Unterkunft wurde nach einem leckeren Abendessen traditionell eine kleine Andacht zur Eröffnung des Skilagers gefeiert, die Herr Benkert extra im Vorfeld für das Skilager konzipiert hatte.

Frisch ausgeruht und voller Vorfreude standen die ein oder anderen schon vor der Weckzeit auf, um sich bei dem reichhaltigen Frühstück für den anstrengenden Tag zu stärken. Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann den ersten Tag auf die Skipiste. Bei abwechselnd schönem, warmem oder nassem Wetter erlebten die Mädchen viele tolle Skitage. Für viel Abwechslung sorgte das abendliche Programm. Nach der traditionellen Andacht folgten ein Vortrag von Herrn Walz über alpine Gefahren und eine Hausralley, die die GTB-Erzieherin Christina mit viel Liebe für die Schülerinnen vorbereitet hatte und so das mitgefahrene Lehrerteam von Zuhause aus unterstützte. Begeistert sausten die Mädchen durch den Gasthof und machten durch ihre Freude deutlich, wie gelungen Christinas Arbeit war. Ein weiteres Highlight war der freie Mittwochnachmittag, den die Schülerinnen dazu nutzen, den kleinen Dorfladen leer zu shoppen, während die Lehrer mittels einer halbtägigen Fortbildung unter der Leitung von Herrn Walz ihr Übungsrepertoire erweiterten.

Die gute Stimmung wurde leider am Donnerstag ordentlich getrübt. Verfolgten die Lehrer doch die Nachrichten rund um die Corona-Krise, so kam die Entscheidung verfrüht die Heimfahrt antreten zu müssen, für alle überraschend. Nach einigen getrockneten Tränen nahmen die Schülerinnen die Nachricht dann doch mit Fassung auf und waren sich einig, dass die bisher schönen Erlebnisse überwiegen, und sie zeigten Verständnis für die Entscheidung. So wurde anstatt des geplanten Spieleabends alles für die Abreise in die Wege geleitet. Skirückgabe, Bus ordern, Absprache mit den Hausherren, Lifttickets abgeben, Koffer packen, Eltern kontaktieren und vieles mehr standen plötzlich auf dem Programm. Dank Herrn Abel, der die Organisation des Skilagers inne und in der besonderen Situation den Überblick bewahrt hatte, konnte am Freitag der Bus mit allen Reisenden pünktlich die schöne Wildschönau verlassen. Familie Thaler winkte voller Vorfreude auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr zum Abschied.

Glücklich, mit viel Muskelkater im Gepäck und zum Glück ohne größere Blessuren kehrten Schülerinnen, Lehrer und Skilehrer gegen 14 Uhr nach Abenberg zurück, wo sie bereits von ihrer Familie und Frau Hengster erwartet wurden.

Fr. Matejka