Hemmschwellen überwinden

Am Montag, dem 15.01.2018 bekam unsere Schule Besuch von der “Offenen Behindertenarbeit Oberfranken”, kurz OBO, aus Coburg. Eine Organisation, die sich für Inklusion stark macht.

(siehe: http://obo-web.de/ und https://de-de.facebook.com/oboweb/ )

Vergangenes Schuljahr entschied sich die Schülervertretung bereits, für Hartmut Reder, einen schwer spastisch gelähmten Mann im Rollstuhl, Geld zu sammeln, um ihm seinen größten Traum zu ermöglichen – eine Reise nach Amerika.

Auf Vorschlag einer der Schülersprecherinnen, welche in dieser Organisation aktiv ist, beschloss die SMV (Schüler mit Verantwortung) einen Betrag von 200 Euro durch den Verkauf von selbst-gebackenem Kuchen zu spenden. Des Weiteren wurde die Idee eingebracht, H. Reder an die Schule einzuladen und ein Schülerprojekt für die achten Klassen zum Thema „Behinderung und Inklusion“ umzusetzen. Gesagt, getan. So durften wir Mitte Januar Herrn Späth, ein hauptamtlicher Mitarbeiter der OBO, Frau Hauck, aus dem Förderverein “OBO aktiv” und Herrn Reder in der Turnhalle begrüßen. Zu Beginn des Aktionstages wurde ihm durch Frau Hengster und die Schülersprecherinnen Mara, Paula und Katharina die Spende im Wert von letztendlich 250 Euro überreicht. Durch eine kurze Ansprache der Schulleitung wurde die Wichtigkeit sozialer Projekte herausgestellt, besonders in Verantwortung durch den Titel “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”. Im Anschluss stellte die Organisation ihre Arbeit vor: Beratung, Angebote vor Ort, Reisen im In- und Ausland und vieles mehr.

Mara-Elisabeth H., 10

Für die 8ten Klassen begann dann der interessante Teil des Schultages:

Am Montag, den 15.01.18 besuchten uns Hartmut, Marion, und deren Betreuer Tizian. Sie kamen aus Coburg von der „OBO“, der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken. Nach der Pause gingen wir in die Turnhalle und wurden zunächst herzlich begrüßt.

Im Anschluss durfte Frau Hengster einen Scheck im Wert von 250 Euro an unsere Gäste überreichen, das Geld, welches wir mit den Einnahmen vom Pausenhofverkauf verdient hatten. Hartmut hat sich riesig gefreut und ein großes Lob an die ganze Schulgemeinschaft ausgesprochen. Denn Hartmut hat, wie er uns erzählt hat, den Traum einmal nach Amerika zu reisen. Wir hoffen, dass wir mit dieser Spende helfen konnten, seinem Traum ein Stückchen näher zu kommen.

Außerdem hielten sie einen Vortrag über die „OBO“, in dem sie uns Gegenstände zeigten, die man mit der „OBO“ verbindet, wie zum Beispiel eine Kirche, denn die „OBO“ wird von der Kirche mitfinanziert.

Wir, die Klasse 8a und 8b, durften im Anschluss an den offiziellen Teil an Stationen in der Turnhalle verschiedene Dinge aus der Sicht von Menschen mit Behinderung ausprobieren. Wir taten uns dabei schon ziemlich schwer, einige konnten es aber auch ganz gut, was aber meist die Ausnahme war. So sollten wir zum Beispiel einen Briefumschlag mit angezogenen Handschuhen öffnen und schließen. Natürlich war auch ein Rollstuhl dabei, mit diesem umzugehen war aber nicht so leicht wie erwartet.

Anschließend durfte jede Schülerin in den Bereichen Haushalt, Liebe, Hygiene, Reisen usw. eine oder mehrere Fragen stellen, die H. Reder und M. Hauck uns ehrlich beantwortet haben. Wir waren beeindruckt, was man doch alles mit einer Behinderung in seinem Leben machen und erreichen kann.

Janette G. und Maya D., 8a