Seit 1958 entwickelt Misereor für die katholische Kirche in Deutschland ein jährliches Angebot zur künstlerischen Gestaltung und Begleitung der Fastenzeit: Gestaltung von Hungertüchern.      Unzählige Künstler gestalten nunmehr Werke, in denen sie sich speziell in dieser sensiblen Zeitspanne mit herausfordernden Fragen beschäftigen, biblischen Geschichten widmen oder den Betrachter auf Notstände aufmerksam machen wollen. Die Hungertücher können ein Aufruf sein, sich für eine bessere Welt einzusetzen, sich weiterzubilden, aber auch zu meditieren und somit in sich hineinzuhorchen und das eigene Empfinden zu spüren.

In dieser Tradition entschlossen sich die katholischen Religionsgruppen der Klassen 7, 9 und 10, auch ein Hungertuch zu gestalten. So entstanden 40 Einzelbilder, die jeweils mit Acrylstiften auf Leinwandkartons gemalt wurden und anschließend zu einem gemeinschaftlichen Gesamtbild zusammengesetzt ein Großes Ganzes ergaben.

Im Vorfeld zu diesem Projekt beschäftigten sich die Schülerinnen mit dem übergreifenden Thema: „Was in meinem Leben bleibt“, wobei es darum ging, was sich im persönlichen Leben ändert, was bleibt, was man selbst ändern kann und was man ändern muss. Wichtig war den Mädchen dabei, auch die Schülerbewegung „Fridays for Future“ aufzugreifen und mit den gestalterischen Möglichkeiten den Betrachtern des Hungertuchs Impulse mit auf den Weg zu geben. Impulse dahingehend, dass jeder nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen, im Alltag und mit minimalem Aufwand seinen Beitrag für die Umwelt, die Schöpfung Gottes, leisten kann und sollte.

Hr. Fuchs, Fr. Bach