Abenberg, im April 2020

Sehr geehrte Eltern, 

wir alle, die Lehrkräfte, Ihre Tochter und Sie wurden in ganz kurzer Zeit mit einer absolut neuen, ungewohnten Situation konfrontiert: die des Unterrichtsausfalls. Derzeit sind wir in der dritten Woche beim Lernen zuhause.

Es kamen viele positive Rückmeldungen seitens der Elternvertreter/des Elternbeiratsvorsitzenden bezüglich des Engagements und des Ideenreichtums von Seiten der Lehrkräfte. Es wurden auch Ihrerseits Vorschläge an das Kollegium herangetragen, damit der  Unterricht aus der Ferne bestmöglich gelingt und effektiv wird. 

Die Corona-Krise fordert ebenfalls Sie als Eltern sehr stark heraus: Vielleicht arbeiten auch Sie derzeit von Zuhause aus und betreuen gleichzeitig Ihre Tochter/ Ihre Kinder. 

Die Arbeitsaufträge müssen erledigt werden, die Computerplätze sind beschränkt, die Druckerpatronen leer, die Technik versagt, die Freizeitaktivitäten in Vereinen wurden gestrichen ….

Da die Situation fremd ist, erfordert sie ein hohes Maß an Feingefühl. Oft müssen Korrekturen vorgenommen werden, damit man das Gleichgewicht nicht verliert.

Es ist vorgesehen, dass der Unterricht an den Schulen nach den Osterferien wieder aufgenommen werden kann. Sollte sich eine weitere Entwicklung ergeben, so werden Sie zu gegebener Zeit darüber informiert, welche Maßnahmen seitens des Kultusministeriums ergriffen werden, damit eine faire Abwicklung der Abschlussprüfungen für unsere 10. Klassen gewährleistet wird.

Kreative Ideen, wie man mit der Krisenzeit umgehen kann, haben sich auch viele Pfarrgemeinden der Diözese Eichstätt einfallen lassen. 

Unter dem Motto “Hoffnungsfunken” bietet das Bistum eine Reihe von Impulsen an, die den Gläubigen Hoffnung schenken möchten, beispielsweise werden Gottesdienste im Internet übertragen. So ist es uns allen möglich, Ostern, das ranghöchste Fest im Christentum zur Auferstehung Jesu Christi, miteinander im Gebet, durch den Geist Jesu Christi und in Andacht zu feiern. 
So möchte ich auf die Homepage des Bistums

 https://www.bistum-eichstaett.de/coronavirus/gottesdienstuebertragungen/ 

hinweisen, dort wurden Möglichkeiten zusammengestellt, um die Eucharistie im Internet, Fernsehen und Radio mitzufeiern.

Unser Glaube kann uns trotz der drastischen Maßnahmen, die eingeleitet wurden, um der Ansteckungsgefahr zu wehren, Mut machen.

Lassen Sie uns diese wirklich schwierige Zeit mit all den damit schwerwiegenden Folgen auch als eine Zeit annehmen, die verstärkt genutzt werden kann:

Zeit, die verstärkt das persönliche Gebet ermöglicht, Zeit, das höchste Christenfest gebührend zu feiern, Zeit für Gespräche in der Familie, Zeit für eine Rückbesinnung auf das Wesentliche.

Was ist das Wesentliche? Vieles, was uns bisher selbstverständlich gewesen ist und unser Leben ausgefüllt hat, fällt in diesen Tagen zusammen. Viele fragen sich: „Was hält, was trägt in diesem Leben?“ Unser christlicher Glaube deutet auf das Osterfest: „Christ ist erstanden!“. Er ist das unerschütterliche Fundament unseres Lebens. An seiner Hand dürfen wir sicher sein, an seiner Hand werden wir den Weg durchs Leben finden. 

Ein Liedvers sagt es so: „Kommet und atmet auf, ihr sollt leben. Ihr müsst nicht verzweifeln, nicht länger mutlos sein. Gott hat uns seinen Sohn gegeben. Mit ihm kehrt neues Leben bei uns ein.“ (Peter Strauch).

Das ist die frohe Osterbotschaft: Möge sie in diesen Tagen in Ihrem Herzen lebendig sein.

Liebe Eltern, 

niemand soll während dieser Herausforderung überfordert sein: Sie als Eltern müssen keinen neuen Stoff mit Ihren Kindern durchnehmen, der dann sofort prüfungsrelevant wird: Der derzeitige Unterricht soll Wissen vertiefen und soll vor allem dem Alltag in Quarantäne Struktur geben und eine sinnvolle Beschäftigung sein.

Die Schülerinnen haben bereits eine gute Basis, über die ich Sie mittels dieses Osterbriefes informieren möchte.

In den bayernweiten Jahrgangsstufentests erzielte die 6. Jahrgangsstufe in Deutsch den ersten Platz von 40 Schulen, in Mathematik den Platz 2 von 40 und die Jahrgangsstufe 7 erreichte einen Notendurchschnitt von 3,55 in Fach Englisch. Das durchschnittliche Ergebnis in Mittelfranken lag bei 3,36. Also kann sich auch diese Leistung sehen lassen.

Weder Sie noch Ihre Tochter sollen in dieser Zeit allein gelassen werden.

Deshalb weise ich erneut auf die wiederholt angebotene Notfallbetreuung hin: Diese können Sie nun auch im Bedarfsfall in den Osterferien in Anspruch nehmen.

Diese Betreuung wird von der Schule in der ersten Ferienwoche von Montag bis Donnerstag und in der zweiten Ferienwoche von Dienstag bis Freitag aufrechterhalten. 

Sie erstreckt sich bedarfsgerecht auf den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr. Ganztags- und Mittagsbetreuungsangebote stehen in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung. Die dazu vorgesehenen Formulare wurden Ihnen bereits wiederholt per ESIS zugestellt.

Formblatt-Erklärung-Notbetreuung-21.03.2020

Kontaktieren Sie mich dazu unter mrs-abenberg@t-online.de

Geben Sie bitte Ihre Kontaktdaten/Telefonnummer an, dann ich werde Sie kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen.

Auch Ihre Tochter soll nicht allein gelassen werden: Die Schulpastoral im Bistum Eichstätt möchte für die Schülerinnen und Schüler da sein. Deshalb hat die Schulabteilung Eichstätt gemeinsam mit den Religionslehrern ein „Schülertelefon“ eingerichtet.

Dorthin können sich die Schüler/Schülerinnen mit ihren Sorgen und Nöten wenden. Die Anrufe werden von Religionslehrerinnen und Religionslehrern aus dem Bistum entgegengenommen. „Wir haben ein offenes Ohr für euch und bieten euch an, mit uns zu sprechen, wenn euch etwas bewegt, bedrückt, besonders interessiert, oder wenn euch zu Hause die Decke auf den Kopf fällt“, heißt es in der Einladung.

Erreichbar ist das „Schülertelefon“ unter der Nummer 08421 50792 montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr.

Ebenso ist weiterhin die staatliche Schulpsychologin und Regionalkoordinatorin KIBBS -Mittelfranken Andrea Blendinger mobil über 0151 67956950 (zu üblichen Dienstzeiten; sonst AB) oder andrea.blendinger@kibbs.de zu erreichen.

So möchte ich an dieser Stelle der gesamten Schulfamilie für das bislang Geleistete und das große Engagement danken und meine Anerkennung aussprechen.

Es werden von uns allen immense Anstrengungen verlangt, trotz aller Schwierigkeiten und Unwägbarkeiten, die noch vor uns liegen, können wir diese zuversichtlich bewältigen.

So wünsche ich Ihnen Gesundheit und Gottes reichen Segen,

Doris Hengster