Der zweite Lockdown der Pandemie ist eine turbulente Zeit für Schulen, Lehrkräfte, Schüler/innen und Eltern.

Auch an der Mädchenrealschule Marienburg der Diözese Eichstätt in Abenberg ist es eine Herausforderung für die gesamte Schulfamilie.

Der Distanzunterricht wird seit Ende der Weihnachtsferien in allen Klassen online organisiert. Alle Schülerinnen von der 5. – 10. Klasse, Eltern und Lehrkräfte schlagen sich tapfer. Auch im Distanzunterricht bekommt die Schülerin ein individuelles Feedback. Aus den positiven Rückmeldungen von Mitgliedern des Elternbeirats und einigen Eltern selbst geht hervor, dass der Distanzunterricht gut funktioniert. Das liegt zum einen daran, dass sich die Schulleitung gemeinsam mit ihrem Kollegium und dem pädagogischen Personal gut auf den digitalen Distanzunterricht vorbereitet haben und zum anderen auch darin begründet, dass die Schule Leihgeräte angeschafft hat. Das Ausleihen eines digitalen Endgeräts erfolgt völlig unbürokratisch. Vor allem Eltern, die mehrere schulpflichte Kinder haben, die vormittags zur gleichen Zeit online unterrichtet werden, oder Haushalte mit geringer technischer digitaler Ausstattung sollen damit unterstützt und entlastet werden. Die häusliche Organisation des effektiven Onlineunterrichts kann somit erleichtert werden.

An der Mädchenrealschule setzen sich alle Mitarbeiter dafür ein, dass keine Schülerin in dieser herausfordernden Viruskrise verloren geht.

So unterstützen die Erzieherinnen der Ganztagsbetreuung (GTB) alle bei ihren Aufgaben beim Schulalltag mit Distanzunterricht. Durch einen morgendlichen virtuellen Startschuss durch das GTB-Team beginnt der Unterrichtstag, es wird dadurch die online-Anwesenheit sichergestellt. Auch nachmittags sind die Mitarbeiterinnen der offenen Ganztagsbetreuung für „ihre“ Mädels da. Sie wirken unterstützend bei der Erledigung der Hausaufgaben, geben Tipps zum selbständigen Arbeiten, haben aber auch ein offenes Ohr für Probleme der Mädchen, was besonders wichtig ist: Denn die Viruskrise und der damit verbundene Distanzunterricht können auch belastend für die jungen Mädchen sein. Durch den persönlichen Kontakt mit den einzelnen Schülerinnen im Chat oder Videochat versuchen die Erzieherinnen diesen schwierigen Zeitraum zu überbrücken, um zu signalisieren, dass ihnen ihre Mädels sehr am Herzen liegen und sie nicht alleine bzw. vergessen sind. Um Alltag und die Freizeit – beides doch sehr von Distanz geprägt – , zu bereichern, verschickt die GTB zudem Ideen und Anregungen, damit sich die Schülerinnen durch Kreativangebote ablenken können.

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen sind online ebenso für ihre Mädels da. Neben des virtuellen Betreuungsangebots leistet die GTB auch eine Notfallbetreuung an der Schule von 8:00 bis 16:00 Uhr, um so Eltern zu unterstützen. 

Die familiäre Atmosphäre und die überschaubare Anzahl von 200 Schülerinnen erlauben den intensiven, regelmäßigen Kontakt zu Eltern und Schülerinnen auch zu Zeiten des Lockdowns und der Ausnahmesituation am Vor- und am Nachmittag.

Die Schulfamilie hofft trotz allem, bald alle wieder gesund zu einem gewohnten Unterrichtsgeschehen begrüßen zu dürfen.

Pamela Zschunke